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27.5.–
1.6.2025

Rhody Streeter & Tony Ganz

Meisterwerke satirischer Americana

So komisch wie verstörend, so liebevoll wie scharfzüngig – und mit einer erfrischenden Prägnanz erzählt, die die Tiefe ihrer kulturellen und sozialen Beobachtungen fast vergessen lässt: Die kurzen Dokumentarfilme von Rhody Streeter und Tony Ganz sind reif für eine Wiederentdeckung. Einst im öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Sendungen wie „The Great American Dream Machine“ und „The 51st State“ ausgestrahlt und in den 1970er-Jahren im MoMA, im Film Forum und im Whitney Museum gezeigt, sind ihre Arbeiten weitgehend in Vergessenheit geraten – am Leben erhalten nur durch die hingebungsvolle Arbeit von Filmsammler:innen und Kurator:innen.

Doch nun, dank Jake Perlin und The Film Desk, wurden mehrere der Filme restauriert und stehen bereit, ihren verdienten Platz zurückzuerobern – als einige der exzentrischsten und komischsten Beispiele des US-amerikanischen Dokumentarfilms der 1970er-Jahre. Mit einem trockenen, lakonischen Blick widmen sich Streeter und Ganz einer Vielzahl ganz und gar amerikanischer Phänomene – von Pensionist:innen in Sun Valley und Paaren auf Flitterwochen in den Poconos über Schildermaler in Brooklyn, Telefonseelsorgerinnen, Benimmlehrerinnen und Muzak-Manager bis hin zu den Bewohnern eines Männerheims auf der Bowery. Ihre Filme verdienen es, neben den frühen Werken von Errol Morris, den Fotografien von Garry Winogrand und den Kurzfilmen und TV-Arbeiten von John Wilson als Meisterwerke satirischer Americana gewürdigt zu werden. (Jed Rapfogel)

Das Programm wird in Kooperation mit dem Österreichischen Filmmuseum und als Teil des Amos-Vogel-Atlas gezeigt.