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27.5.–
1.6.2025

Christopher Harris

Handverlegte Ziegel (European Cut)

Christopher Harris gehört zu einer ausgewählten Gruppe Schwarzer Filmkünstler:innen, die zur gleichen Zeit aufgewachsen sind und nun an der Spitze der Bewegtbildkunst des 21. Jahrhunderts stehen. Dazu gehören u.a. so klangvolle Namen wie Kevin Jerome Everson, Arthur Jafa und Cauleen Smith. Harris ist der Bedächtigste unter ihnen, der jedes Werk nach einem präzisen und genau bemessenen Zeitplan erschafft ...

... und es nur zu ausgewählten Anlässen präsentiert. Mit zehn Filmen und einer Installation seit dem Jahr 2000 ist Harris' Produktivität zurückhaltend – aber wer ihn kennt, weiß: Das Gesamtwerk ist erhaben. Als frisch ernannter Professor der Princeton University stehen sein Einfluss und seine Wirkung an der Schwelle zu einer neuen Reichweite. Nach mehr als zwei Jahrzehnten versteht sich diese Hommage also nicht nur als Rückblick, sondern auch als Vorschau auf jene Dinge, die noch kommen werden.

Das Programm reicht vom frühen Meisterwerk still/here, Harris’ Abschlussfilm an der School of the Art Institute of Chicago, bis hin zum neuesten Film Speaking in Tongues: Take One, einer freien Adaption des Romans Mumbo Jumbo von Ishmael Reed. Anknüpfend an Harris' erste vollständige Retrospektive in den Anthology Film Archives in New York im September 2024 und seiner Präsentation auf der Whitney Biennale 2024 gibt dieses Programm einen Überblick über die Dimension von Harris' Karriere und Ästhetik. In seiner Praxis hat er sich dem 16-Millimeter-Film verschrieben und widmet sich der Fürsorge für Black Culture und Visualität in einer Vielzahl von Formen.

In Kooperation mit Österreichisches Filmmuseum