header-foto
header-sky

VIS Vienna Independent Shorts

das 5. internationale Kurzfilmfestival in Wien
16.-23. Mai

Pressespiegel 2006 - Die Filme

19 Filme des internationalen Wettbewerbs von VIS 2006, besprochen in österreichischen Medien.

 

04:32

„Der erste längere Beitrag, 04:32, der einen "etwas anderen" Blick auf Wien präsentierte war jedoch bis auf einige Schwächen bezüglich der Synchronität von Bild und Ton als gelungen einzustufen.“ (allesfilm.com)

 

37 ohne Zwiebeln

„Sehr geschickt spielt André Erkau mit den ganz alltäglichen Methoden des Films und verfremdet uns dabei den „unsichtbaren Schnitt“ des Hollywood Kinos: Der Geschäftsmann Lukas Knispe leidet nämlich unter seinen plötzlichen Raum- und Zeitsprüngen was die Montage pointiert zum Ausdruck bringt. Gewitzt nützt Erkau die filmischen Mittel um eine intelligent humorvolle Satire auf das moderne Individuum abzuliefern, das hilflos einer beschleunigten Gesellschaft ausgeliefert ist. In vierzehn Minuten bildet er in einem ganzen System aus Wiederholungen oder bedeutungsstarken Paraphrasierungen den Alltagstrott ab, in den Knispe hineingeraten ist. Erst als Knispe an einer Sekretärin buchstäblich kleben bleibt, wagt er den großen Sprung und taucht ab in die Behaglichkeit einer farbenfrohen, stillen Unterwasserwelt.“ (filmnews.at)

„Wer jenseits experimenteller Bilderstürmerei in der kurzen Form Eindruck hinterlassen will, der braucht offensichtlich eher fotogenes, unmittelbar wirksames Material (wie Jörg Wagners hübsche Motorrad-Artistik-Doku „Motodrom“, die man sich hinterher am liebsten als Loop daheim an die Wohnzimmerwand projizieren würde) oder starke, abstrakte Ideen, die sich in aller Kürze zuspitzen lassen (wie in der amüsanten, wenn auch vom diskreten „Charme“ deutscher TV-Lustspiele angekränkelten Stress-Komödie „37 ohne Zwiebeln“).“ (Falter)

 

defragged

„Mit dem österreichischen Beitrag "defragged" ist auch ein so genannter "Machinima"-Film dabei, der in der Welt des Computerspiels "Quake" aufgenommen wurde.“ (Kurier KULT)

 

Eine einfache Liebe

„Besonderen Anklang fand auch der letzte Beitrag, Eine einfache Liebe, über die letzte Beziehungskrise eines Pärchens kurz vor der Trennung, der den Alltagsgesprächen und ihrem Verebben eine hintergründige Komik beschied.“ (allesfilm.com)

 

Irony

„Auch eine zynische Variante des Märchens vom Froschkönig ist mit "Irony" von Dorota Wojenska dabei.“ (Kurier)

 

Kampfabsage

„René Sydows Kampfabsage bot ein sprachliches Feuerwerk, für das auf visueller Ebene oft ungewöhnliche Entsprechungen gefunden wurden.“ (allesfilm.com)

 

Little Miss Perfect

„Vor allem aber zeigte sich bei der Verleihung des Publikumspreises – der „Goldenen Short“ – wie das Interesse der Besucher zu erlangen ist. Mit handwerklich einwandfreien Arbeiten, die eine gute Portion Humor mit sich bringen. So durften auf den Plätzen Zwei und Drei zum einen die tschechische Beziehungskomödie „Nejlepsi je peniva“ von Jan Prusinovsky, sowie das humorvolle deutsche Roadmovie „Little Miss Perfect“ von Nica Junker einnehmen.“ (CHiLLi.cc)

 

Missing

„Die Freundin von Samuel ist plötzlich verschwunden, doch sie hat ihm eine Spur mit geheimnisvollen Notizen hinterlassen. Aufmerksam sammelt er die Hinweise, um den geliebten Menschen zu finden. Ein Drama aus den USA, das den Zeitmangel, unter dem Beziehungen oft leiden, kritisch unter die Lupe nimmt.“ (Neue Kronen Zeitung)

„Überdeutlich ist zahlreichen Kurzspielfilmen anzusehen, dass sie nicht viel mehr sind als schicke Visitenkarten, mit denen man sich Fernsehanstalten und Werbeagenturen für „richtige“ Filmarbeiten empfehlen möchte: brave Fingerübungen, die mit handwerklicher Sauberkeit hausieren gehen und über oberschlaue Schlusspointen hinaus kaum je eine persönliche Handschrift entwickeln (Beweismaterial: Andreas Schaaps von halbstarkem Nihilismus durchdrungender Endzeitthriller „Nichts geht mehr“ oder Kit Huis Melodram „Missing“, das sich über seine Ambitionen leider im Schematischen verzettelt).“ (Falter)

„Im beeindruckenden 14-minütigen amerikanischen Drama Missing in kantonesischer Sprache drehte sich alles um die Suche eines Mannes nach seiner Freundin, die sich von ihm in der Zeit, kurz bevor sie wirklich verschwand, nicht mehr wahr genommen fühlte und als einzige Spur vereinzelte Post-Its hinterlässt.“ (allesfilm.com)

 

Mort à l’ecran

„Das Publikum einer Fernsehsendung steht vor der Wahl, einen zum Tode Verurteilten zu begnadigen oder hinrichten zu lassen. Im Mittelpunkt ein Showmaster, der die Stimmung auszuloten versucht. Die beißende französische Mediensatire basiert auf einem wahren Hintergrund. Wurde doch 2003 in den USA tatsächlich darüber diskutiert, Hinrichtungen öffentlich im Fernsehen zu übertragen.“ (Neue Kronen Zeitung)

„Den ersten Platz belegte der französische Filmemacher Alexis Ferrebeuf mit seiner Medien- und Politsatire „Mort a l’ecran“. In diesem handwerklich hervorragendem Film, wartet der zum Tod verurteilte Schwarze Jonathan (Rapper MC Solaar) auf die Vollstreckung des Urteils. Doch während er auf dem elektrischen Stuhl sitzt, wird rund um ihn herum eine Fernsehshow zelebriert, in der das Publikum – angefeuert vom Showmaster (Lambert Wilson – „The Matrix“) – über Leben und Tod von Jonathan entscheidet. Die Idee ist zwar nicht neu und wurde vor allem von Filmemachern in den Siebzigern ausführlich behandelt, dennoch unterhält Ferrebeuf mit bösem Witz und technischen Finessen. Ein würdiger Sieger.“ (CHiLLi.cc)

 

Motodrom

„Die Köpfe der Zuschauer kreisen alle synchron. Was diese dermaßen bannt, wird in den folgenden Einstellungen schrittweise verraten: ein "Motodrom" - so auch der Titel von Jörg Wagners Kurzfilm -, womit eine Kessel-ähnliche Konstruktion gemeint ist, in der sich Motorradfahrer mit angemessener Pferdestärke rundenweise in die Höhe schrauben. Wagners Kamera fährt mit ihnen mit, übersetzt die Dynamik des Geschehens in ruckelnde Schwarz-Weiß-Bilder, und die Motoren liefern den Soundtrack zu dieser anachronistischen Attraktion. "Motodrom" ist einer der schönsten Filme, die beim Kurzfilmfestival Vienna Independent Shorts im Wettbewerb laufen.“ (Der Standard – Dominik Kamalzadeh)

„Auf das pointierte und präzise Ausstellen der Schaulust folgt die (Selbst-)Inszenierung der Steilwandfahrer. Die Show beginnt, die Schausteller begeben sich in den schwarz-weißen Ring, in dem es keine Gegner gibt als die Schwerkraft, der Jubel im monotonen Brummen der Maschinen untergeht. Wir beobachten den Rausch der Fahrer, werden von der Kamera in einen Strudel gerissen bis uns schwindelt, bis die Konturen der Zuschauermenge verschwimmen und das Zeltdach zum psychedelischen Kreisel wird. Uns stockt der Atem! Wir sind schlussendlich genauso paralysiert wie ein Fahrer nach dem ‚Ride’ – Ende dritter und letzter Akt, nach temporeichen neun Minuten.“ (filmnews.at)

„Wer jenseits experimenteller Bilderstürmerei in der kurzen Form Eindruck hinterlassen will, der braucht offensichtlich eher fotogenes, unmittelbar wirksames Material (wie Jörg Wagners hübsche Motorrad-Artistik-Doku „Motodrom“, die man sich hinterher am liebsten als Loop daheim an die Wohnzimmerwand projizieren würde) oder starke, abstrakte Ideen, die sich in aller Kürze zuspitzen lassen (wie in der amüsanten, wenn auch vom diskreten „Charme“ deutscher TV-Lustspiele angekränkelten Stress-Komödie „37 ohne Zwiebeln“).“ (Falter)

 

Nejlepsi je peniva

„Vor allem aber zeigte sich bei der Verleihung des Publikumspreises – der „Goldenen Short“ – wie das Interesse der Besucher zu erlangen ist. Mit handwerklich einwandfreien Arbeiten, die eine gute Portion Humor mit sich bringen. So durften auf den Plätzen Zwei und Drei zum einen die tschechische Beziehungskomödie „Nejlepsi je peniva“ von Jan Prusinovsky, sowie das humorvolle deutsche Roadmovie „Little Miss Perfect“ von Nica Junker einnehmen.“ (CHiLLi.cc)

 

Nichts geht mehr

„In seltsam großen Räumen entwirft Andreas Schaap eine klaustrophobische Atmosphäre von Beklemmung. Vier junge Leute, „männlich“ und „weiblich“ „1“ und „2“, hervorragend verkörpert von vier vielversprechenden, deutschen Jungstars, treffen sich, um ein obskures Spiel zu spielen. Aussteigen oder –brechen unmöglich! Auch für den Zuseher – der ebenfalls am Spieltisch Platz nehmen muss, dem auch nichts anderes übrig bleibt als kapitulierend die Augen zu schließen. In schonungslosen neunzehn Minuten inszeniert Schaap mit quälender Langsamkeit und Nüchternheit ein irrsinnige intensives Portrait des Ausgeliefert-Seins.“ (filmnews.at)

„Überdeutlich ist zahlreichen Kurzspielfilmen anzusehen, dass sie nicht viel mehr sind als schicke Visitenkarten, mit denen man sich Fernsehanstalten und Werbeagenturen für „richtige“ Filmarbeiten empfehlen möchte: brave Fingerübungen, die mit handwerklicher Sauberkeit hausieren gehen und über oberschlaue Schlusspointen hinaus kaum je eine persönliche Handschrift entwickeln (Beweismaterial: Andreas Schaaps von halbstarkem Nihilismus durchdrungender Endzeitthriller „Nichts geht mehr“ oder Kit Huis Melodram „Missing“, das sich über seine Ambitionen leider im Schematischen verzettelt).“ (Falter)

 

Pain

„Die Vorstellung begann mit einigen unaufregenden, ca. einminütigen Kurzfilmen, die oft nur durch ein sehr abruptes Ende einen Lacher erzielten. Hervorzuheben wäre da vielleicht der iranische Animationsfilm Pain, in dem ein Mann eine Flagge gegen den Wind zu halten versucht – Anregung für verschiedenste Interpretationsansätze.“ (allesfilm.com)

 

PsiCHO

„So zeigt etwa Libor Pixa in "PsiCHO", wie ein Tintenklecks zu einem Hund wird, aber seinem Schöpfer nicht gefällt.“

(Kurier)

 

Puzzled

„Spannung erzeugte der deutsche 10-Minüter Puzzled, in dem ein Mann Puzzleteile in der Stadt aufsammelt und beim Zusammenfügen vom Grauen gepackt wird.“ (allesfilm.com)

 

Tele-Dialog

„Und 800 Einzelbilder hat etwa Veronika Schubert im Animationsfilm "Tele-Dialog" zusammengefügt.“ (Kurier)

 

Untitled_in_Case_No_1

„Die handwerklich äußerst interessante und auf Motiven der Graffiti-Kunst aufbauende Collage „Untitled_in_Case_No_1“ von Markus Oberndorfer, überzeugte die Jury durch seine visuelle Dynamik und wird als digital bearbeiteter Film, im Vorprogramm einer ausgewählten Dokumentation, Ende des Jahres in den elf digitalen Kinos Österreichs laufen.“ (CHiLLi.cc)

 

Wenn ich dich jetzt in meine Arme nehme

„Für die österreichische Produktion Wenn ich dich jetzt in die Arme nehme wurden Momente großer Gefühle aus verschiedenen Hollywood-Schnulzen und bunte Schriftzügen zu einer humorvollen Collage zusammengestellt.“ (allesfilm.com)

 

Women Workers Leaving The Factory

„Einige Filme wurden angefordert, weil ihnen ein großer Ruf vorauseilte: Der chilenische Streifen "Women Workers Leaving The Factory", der am 21. und 24. Mai im Wiener Top-Kino zu sehen ist, gilt etwa als Geheimtipp.“ (Kurier KULT)