VIS on tour: Animateka 2007
Termin: 4. Dezember 2007, 16:10
Ort: Kinodvor, Kolodvorska ulica 13, 1000 Ljubljana
Link: www.animatekafestival.org
Festivali v regiji / Regional Festivals: Vienna Independent Shorts

- Filmstill: Minimals
Filmprogramm
Motion Report (Hi8 Raport)
Regie: Verica Patrnogic, Serbien und Montenegro 2005, 17 min
Der Versuch einer Anti-Reportage, einer subjektiven Zustandsbeschreibung ohne fixen Zustand: Das Universum dehnt sich aus und fällt in sich zusammen, die Zeit läuft rückwärts, vielleicht aber auch nicht. Serbien in den Jahren 1991 bis 2001 steht für die Regisseurin Verica Patrnogic auf jeden Fall außerhalb des Zeitkontinuums – was nicht heißt, dass man sich daraus nicht befreien könnte.
Melodramat
Regie: Filip Marczewski, Polen 2005, 19 min
Melodramat erzählt die Geschichte eines 14-jährigen Jungen, der mit den Problemen des Heranwachsens kämpft. Er ist von seiner älteren Schwester sexuell fasziniert und hasst deren Verlobten, gleichzeitig fühlt er sich zu einem Mädchen hingezogen. Die Suche nach Geborgenheit und Liebe als Versuch sich zu behaupten.
Quelque chose en O
Regie: Marc Schaus, Belgien/Frankreich 2006, 13 min
Eine Familie im Auto: Während der Fahrt bemerkt der Vater, dass ihm der Name seiner Tochter nicht mehr einfällt. Seine Frau getraut er sich nicht zu fragen, und die Tochter wächst im Auto schnell zu einer jungen Frau heran. Was sich vordergründig vor allem lustig anhört, ist im Film in eine subtile Metaphorik rund um die Beziehung zwischen Vätern und Töchtern verpackt. Sehr schön.
weiss
Regie: Florian Grolig, Deutschland 2007, 5 min
War da ein Schatten an der Wand? Orientierung im endlosen weißen Raum. Perspektiven tauchen auf und verschwinden wieder. Faszinierend minimalistische 3-D-Computeranimation über das Ausbrechen von schwarz aus weiß.
Sproessling
Regie: Anne Breyman, Deutschland 2006, 8 min
Rosemary’s Baby im Hinterhof des Little Shop of Horrors - oder Mutterglück ist ein zartes Pflänzchen. Sprößling erzählt die Geschichte einer Frau, die sich ihr Wunschkind in einem Blumentopf heranzieht. Doch das scheinbar perfekte Glück hat unerwartete Nebenwirkungen.
Under Twilight
Regie: Jean-Gabriel Periot, Frankreich 2006, 5 min
Kampfflugzeuge im Zweiten Weltkrieg, ein Angriff, bedrohliche Stimmung: Périot beschäftigt sich nach Eut-elle été criminelle (VIS 2006) einmal mehr mit den dunklen Seiten der europäischen Geschichte. Seine intensive Montage von gefundenem Archivmaterial seziert diesmal das Zusammenspiel von Schönheit und Zerstörung.
Minimals
Leopold Maurer, Österreich 2005, 5 min
Aphorismen als Film, schwerelose Ideensplitter, die spielend, liebend, zusehend undschneefällig vorangetrieben werden, mit der Prozesse begleitenden ing-Endung als Fußnote zur vorhersehbare Prozesse konterkarierenden Überraschung, die zum erlösenden Lachen reizt.