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VIS Vienna Independent Shorts

das 5. internationale Kurzfilmfestival in Wien
16.-23. Mai

Film frei! #1 - #9

Sendung #1

Erstausstrahlung am 1.12.2005

Eine spanische Arbeit aus dem Jahr 2002, die bereits über zwanzig internationale Auszeichnungen erhalten hat, macht den Anfang. As Muxicas von Regisseur Carlos Alberto Alonso erzählt mit subtilem schwarzem Humor die Geschichte eines alten Mannes, der seiner noch lebenden Frau vorbeugend ein Grab gräbt.

Dann kommt in der ersten Sendung ein griechischer Regisseur zum Zug. Simos Korexenidis drehte 2004 den Kurzspielfilm Mercedes, der das Schicksal des aus Deutschland in sein Geburtsland zurückkehrenden Gastarbeiters Giannis aus der Perspektive seines griechischen Heimatorts Drama humorvoll erschließt.

Die Filminitiative kino5 veranstaltet monatliche Live-Screenings in Wien, bei denen jeder seinen Film zeigen und zur Diskussion stellen kann – ohne Auswahlverfahren. Aus diesen Kurzfilmen wählt das Publikum dann jene aus, die die letzten fünfzehn Minuten von „Film frei!“ bestreiten sollen. Die Publikumslieblinge für die erste Sendung sind Tanzende Erdbeere von Florian Laczkovics, jenseits der frage von Synes Elischka und Blum von EL Moshinsky.

 

Sendung #2

Erstausstrahlung am 29.12.2005

2+1
Frankreich 2004, 26 min
Regie: Philippe Safir
Inhalt: Ein amerikanischer Student, ein wütender französischer Taxifahrer und eine verwirrte japanische Touristin über Nacht eingeschlossen im Park von Versailles.

DUBOIS
Deutschland 2005, 13 min
Regie: Daniel Vogelmann
Inhalt: Eine liebevolle Persiflage auf Manager-Seminare und die Sehnsucht nach dem Ur-Rhythmus.

anschließend: Filme von kino5

 

Sendung #3

Erstausstrahlung am 26.1.2006

SUSHI
Dänemark 2004, 6 min
Regie: Christian Langballe, Dorthe B. Larsen, Eva Mikkelsen, Sven Ornstrup, Jens Villumsen
 Inhalt: Nackte Haut, ein Objekt, Blicke und Auflehnung - und natürlich roher Fisch.

ANNA
Österreich 2002-2004, 27 min
Regie: Michael Fandl
Inhalt: Erschreckende Visionen von Verbrechen aus der europäischen Geschichte und die vielen Gesichter des Bösen.

anschließend: Filme von kino5

 

Sendung #4

Erstausstrahlung am 23.2.2006

Der erste Film ist Sueňo Luminico, zu deutsch „Traumlicht“. Regisseur des postmodernen Zweiminüters (Argentinien 2004) ist Fernando Madedo. Sueňo Luminico hatte seine Europa-Premiere bei VIS Vienna Independent Shorts 2005. Danach lief der Film unter anderem beim renommierten Kurzfilmfestival von Sao Paulo.

Revolución des spanischen Filmemachers Martín Rosete gilt als einer der erfolgreichsten Kurzfilme des Jahrzehnts. Produziert 2002, nahm der fünfminütige Film seitdem an über fünfzig Filmfestivals in aller Welt teil und gewann unzählige Preise von Jurys und Publikum. Die Handlung dreht sich um die geniale Revolte eines Romantikers (Miguel Rellán), die genregemäß recht kurz ausfällt.

Der 43-jährige italienische Film- und Theaterregisseur Werther Germondari konnte schon seinen ersten Film Una strada diritta lunga 1994 im Wettbewerb von Cannes präsentieren. Seine zweite Arbeit Frantumi (4 min), die nun bei „Film frei!“ gezeigt wird, ist eine absurde Momentaufnahme hinter einem Altglascontainer und lief 1996 unter anderem beim Filmfestival Mannheim-Heidelberg. 2005 wurde der Kurzfilm bei VIS Vienna Independent Shorts erstmals einem Wiener Publikum vorgestellt.

Der junge Belgier Steven Dhoedt schickt in Groenendael aus dem Jahr 2004 vampireske Figuren 24 Minuten lang durch ein desolates Krankenhaus. Daan Hugaert, der den wilden Doktor Groeneman verkörpert, ist in Belgien ein bekannter TV- und Theaterschauspieler.

Die volle Stunde von „Film frei!“ wird schließlich durch Überraschungsbeiträge abgerundet. Denn hier hat das Publikum das letzte Wort: Bei den Filmvorführungen von kino5 im Cabaret Renz können alle ihre Kurzfilme vorbeibringen und die Zuschauer müssen entscheiden, welche davon sie auf Okto wieder sehen wollen.

 

Sendung #5

Erstausstrahlung am 23.3.2006

BREGMAN, EL SIGUIENTE
Uruguay / Spanien 2004, 13 min
Regie: Federico Veiroj
Bregman, el siguiente („Bregman, der nächste“) ist ein Kurzfilm des uruguayischen Regisseurs Federico Veiroj. Er hatte seine Premiere 2004 beim renommierten Toronto International Film Festival. In Österreich war der Films erstmals Anfang März 2006 bei der von VIS veranstalteten „Langen Nacht des kurzen Films“ im Wiener Top Kino zu sehen.
Inhalt: Raphael Bergman ist ein Heranwachsender, der sich bereit macht seine Bar Mitzvah zu feiern, das jüdische Ritual, das den Übergang von der Kindheit zum Erwachsenenleben markiert. Seine Umgebung nimmt ihn in die Pflicht seinem Bruder, Cousins oder Freund nachzueifern – mit Betonung auf die vordergründigsten Aspekte von deren geistiger und körperlicher Wandlung. Raphael Bergman schlägt sich in dieser schwierigen Phase mit Schüchternheit und Kommunikationsproblemen durch, aber vor allem mit Intensität.
Statement des Regisseurs: „Mich interessiert es, die konkreten Situationen zu zeigen, in denen sich in Raphael Bergman neue Erfahrungen einprägen. Mich interessiert, wie sich diese Situationen dann über die Zeit hinwegsetzen und ich frage mich, was die Zukunft für die vielen Raphael Bergmans bereithalten wird.“
 
FAUSTRECHT
Österreich 2005, 5 min
Regie: Hans Christian Haslecker
Inhalt: Ein durstiger Gefangener ist auf dem Weg zu Wasser – mit einem kleinen Umweg über schlagende Argumente für seine Grundrechte.

HERBST ZEIT LOSE
Österreich / Deutschland 2005, 6 min
Regie: Alexandra Schneider
Inhalt: Ein Herbstnachmittag in einem Berliner Stadtpark wird für einen jungen Mann plötzlich zu einem besonderen Tag: Über einer Dose Bier gerät er ins Gespräch mit einem Sandler.

NE ME QUITTE PAS
Österreich 2001, 6 min
Regie: Christin Veith
Inhalt: Ein Beziehungsdrama in Schwarz und Weiß.

 

Sendung #6

Erstausstrahlung am 6.4.2006

ESCARNIO
Spanien 2004, 25 min
Regie: Raúl Cerezo
Inhalt: Ein abgeschlagener Hühnerkopf, bedrohliche Farben. Das Grauen schleicht sich langsam an. Escarnio ist ein spanischer Fantasyfilm im Kurzfilmformat. Zur Handlung: Ein Paar lebt in einem einsamen Haus im Nirgendwo. Sie haben drei Kinder, die sie zumindest eine Zeit lang glücklich gemacht haben. Dann gibt es noch einen Mann mit schwarzem Anzug, Arzttasche und von der Sonne erschaffen. Er assistierte bei der Geburt der Drillingen, die drei Jahre später von einer seltsamen Krankheit befallen werden. Es war einmal... Escarnio.
Hintergrund: Escarnio wurde weltweit auf über 80 Filmfestivals gezeigt, darunter auch in Sitges, dem wichtigsten internationalen Fantasyfilm-Festival, und hat mehrere Auszeichnungen und über 100 Nominierungen erhalten. In Österreich war der Film erstmals bei VIS Vienna Independent Shorts 2005 zu sehen.

anschließend: Filme von kino5

 

Sendung #7

Erstausstrahlung am 20.4.2006

Filme von kino5.

 

Sendung #8

Erstausstrahlung am 4.5.2006

ALS STEFAN IN DEN KELLER WOLLTE
Deutschland 2005, 24 min
Regie: Karsten Prühl
Inhalt: Lokalreporter Stefan erfährt zufällig vom Komplott einer „Kommunikationssekte“, die die Weltherrschaft an sich reißen will. Er ist der Einzige, der den Plan noch verhindern kann, doch dazu muss er in den Keller seiner Ex-Freundin. Sie, und die restlichen Hausbewohner machen ihm das jedoch nicht so einfach…
Hintergrund: Karsten Prühls Komödie ist rasant inszeniert und spielt augenzwinkernd mit Trash-Elementen.

 

Sendung #9

Erstausstrahlung am 18.5.2006

BALLS
Österreich 2006, 6 min
Regie: Stefan Wolner

anschließend: Filme von kino5