Panorama 3
Termin: Mittwoch, 21. Mai 2008, 20:00
Ort: Top Kino [Location-Info]
Tickets: 7 Euro (Normalpreis), 6 Euro (ermäßigt)
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Der dritte Panorama-Block zeigt elf österreichische Filme voller persönlicher Geschichten, Gedanken und Gefühle. Mit einer hypnotischen Annäherung steigen wir ein, brechen eine Lanze für die „amour fou“, arbeiten uns durch Licht und Schatten bis hin zu jenen Erinnerungen, die langsam verblassen, aber niemals verblassen sollen. Eine intensive Tour de force in 74 Minuten.
FILMPROGRAMM
in the mix
Österreich 2007, 4 min, ohne Dialog
Regie, Drehbuch, Kamera, Musik, Schnitt, Produktion: Jan Machacek
Ein Film, der einen förmlich in das Programm hineinzieht: Durch die stete Kreisbewegung der Kamera entsteht ein hypnotischer Strudel, der nicht nur Waschmaschinen-Assoziationen, sondern auch den Wunsch nach ständig neuer Fokussierung auslöst. Doch die Tanzperformance, das Annähern und Entfernen an die Kamera, machen dies bis zum Schluss fast unmöglich. Sind wir schon drin?
Amour fusionnel
Frankreich/Österreich 2007, 5 min, frz. OmeU
Regie, Drehbuch, Schnitt: Philipp Kaindl, Martine Asselin | Kamera: Martine Asselin | Musik: Matthieu Hiebel, Bernard Vercier | Produktion: Kino Kabaret Off-Courts 2007 | mit: Marina Eva, Oleg Eyben
Eine Beziehungsparabel im Hotelbett: Das junge Paar versucht, akute Sehnsuchtsgefühle zu stillen, doch plötzlich scheint etwas mit den innig verschränkten Händen nicht mehr zu stimmen. Aus einer Art Body-Switch entsteht plötzlich eine tanzähnliche Choreografie, aber wer will schon die Welt mit den Augen eines anderen sehen?
Yinyang
Österreich 2005, 2 min, ohne Dialog
Regie, Drehbuch, Kamera, Produktion: Sabine Pleyel | Musik: Eric Stone | Schnitt: Sabine Pleyel/k-effects
Körper entstehen und verwandeln sich, bewegen und verhandeln sich, schlingen sich ineinander und verschlingen sich. Ein "zeitloses Wechselspiel" nennt die Künstlerin Sabine Pleyel diese stets zwischen Anziehung and Abstoßung pendelnde Beziehung zwischen Mann und Frau, die schließlich als Plastilinfiguren zum YinYang verschmelzen.
Seemannstreue
Österreich/Deutschland 2008, 11 min, dt. OF
Regie, Drehbuch, Schnitt, Produktion: Anna Kalus | Musik: Florian Käppler, Daniel Requardt
Ein stimmungsvoller, vertrackter und berührender Film als animierte Assoziation zu einem Gedicht von Ringelnatz: Weil ein Seemann den Tod seiner geliebten Alwine nicht akzeptieren kann, bindet er ihre Seele fest und heiratet ihr Skelett. "Meine längste Braut war Alwine / Ihre blauen Augen Gelatine / ist schon längst zerlaufen und verwest…"
Ke duro es el suelo en Bilbo! (The Floor in Bilbo is Hard!)
Österreich/Baskenland 2007, 4 min, ohne Dialog
Regie, Drehbuch, Schnitt: Monika Reichmann, Kristina Sumper | Kamera: Kristina Sumper | Musik: Fernando Carvalho | mit: Monika Reichmann
Aus einem harmlosen Scherenschnittspiel mit Licht und Schatten wird durch erhöhte Geschwindigkeit plötzlich ein kleines Leinwandgewitter: Monika Reichmann und Kristina Sumper haben in der Fotoanimation eine eigene, leicht surreale Welt geschaffen, die gänzlich unabhängig von ihrem Ursprung existiert.
Inside 1014
Österreich 2007, 2 min, ohne Dialog
Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Produktion: Michael Wirthig | Musik: Andre Zogholy
Michael Wirthig hat seine Kamera zerlegt und ihre Einzelteile mit einer Super8-Kamera aus nächster Nähe abgefilmt. Das Ergebnis ist nicht nur ein spannendes und nicht dechiffrierbares Puzzle, sondern kann auch als ein Ausgangspunkt für filmreflexive Fragen hinsichtlich Abbildung und Zuordnung gesehen werden.
Doublage
Österreich 2007, 5 min, dt. OF
Regie, Kamera, Schnitt, Produktion: Iris Blauensteiner | mit: Kathrin Wojtowicz, Gloria Dürnberger
Iris Blauensteiner ist nach Suture heuer mit ihrem Film Doublage im Programm vertreten. Mit viel Gespür für filmische Räume geht die Regisseurin der Verbindung von Identität und Umfeld auf den Grund. Als Protagonistin dient nicht nur eine junge Frau in Gelb, sondern auch das Haus, über das sie spricht. - Hosted by wienervideo&filmtage.
Uterus=Raum=Universum im Körper
Österreich 2007, 5 min, ohne Dialog
Regie, Drehbuch, Kamera, Produktion: Susanne Legerer
Ein Ultraschallbild des Uterus – und Susanne Legerer assoziiert das gesamte Universum hinein. "Der Blick in sich selbst wird zur Entdeckung des Weltalls", schrieb die Jury der wienervideo&filmtage und lobte die formal strenge Umsetzung und das komplex durchdachte Sounddesign. Dem können wir uns nur anschließen. - Hosted by wienervideo&filmtage.
Wann habe ich aufgehört, dir meine Träume zu erzählen? (When did I stop telling you my dreams?)
Österreich 2007, 13 min, dt. OF
Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Produktion: Bernhard Hetzenauer | Musik: Annalena Stabauer, Can Sözen, Bernhard Hetzenauer | mit: Maria Draxler
Der Film zeigt die persönliche Aufarbeitung eines familiären Verlusts. Der Filmemacher lässt seine Erinnerungen an die Großmutter in einer Diashow an sich und dem Zuschauer vorbeiziehen. Bilder aus vergangener Zeit erwachen wieder zum Leben.
NightStill
Österreich 2007, 9 min, ohne Dialog
Regie, Drehbuch: Elke Groen | Musik: Dietmar Schipek
"Von brüchigen Sounds begleitet ziehen Wolken als eiliger Schwarm über Kuppen. Hinter Fenstern blinken Lichter wie Morsezeichen. Gondeln zischen wie Flugobjekte vorüber. Der Mond steigt, glüht, stürzt, verschwindet und geht doch immer wieder auf." (Isabella Reicher) Elke Groens faszinierendes Zeitraffer-Alpin-Panorama lief im Berlinale-Wettbewerb.
Mai in Mauthausen
Österreich 2008, 15 min, frz./dt. OF
Regie, Kamera: Susanne Ayoub | Stimme: Heinz Schwarzinger
Der Dichter Jean Cayrol wurde 1942 als Mitglied der Résistance in das KZ Mauthausen-Gusen deportiert. Dort verfasste er eine Reihe von Gedichten, die Susanne Ayoub als Grundlage für ihren assoziativen, bewegenden Filmessay dienten. "Der Mittagsengel klopft an die Tür…"










