header-foto
header-sky

VIS Vienna Independent Shorts

das 5. internationale Kurzfilmfestival in Wien
16.-23. Mai

Internationaler Wettbewerb 5

Termin: Mo 18.5.2009, 21:00 – im Rahmen der Experimentalnacht
Ort: Top Kino [Info]
Wh.: Di 19.5.2009, 21:00 im Schikaneder Kino (ohne Live-Performance)

Tickets: EUR 7,- (Normalpreis), EUR 6,- (Studierende) – Kombiticket Experimentalnacht (Faces + Internationaler Wettbewerb 5; Einheitspreis): EUR 8,-
> Einzeltickets für 18.5. reservieren
> Kombitickets für die Experimentalnacht am 18.5. reservieren
> Einzeltickets für 19.5. (Wh.) reservieren

 

Acht experimentelle Arbeiten stehen heuer exemplarisch für die Lust am Decodieren filmischer Methoden, für die Sichtbarmachung filmsprachlicher Eigenheiten, für die Auseinandersetzung mit gefundenem Filmmaterial. Ergänzt wird das Programm vor der Pause von einer Live-Performance.

Gesamtlänge: 28 min (ohne Live-Performance) + 38 min

 

Plot Point

Belgien 2007, 14 min, Sprache: englisch
Regie, Drehbuch: Nicolas Provost
New York als perfekte Filmkulisse: Der Künstler Nicolas Provost arbeitet mit den narrativen Codes des Kinos und spielt mit der Erwartungshaltung der Zuseher. Der Times Square mit Polizei, Uniformen und Sirenen verwandelt sich in eine filmische Umgebung – aber was ist real und was nur Fiktion?

 

Anthrôpos (Anthropos)

Kanada 2009, 4 min, Sprache: kein Dialog
Regie, Drehbuch, Produktion, Kamera, Schnitt: Mathieu Tremblay | Musik: Charles Cotvin, Greg Bonnier, Mathieu Tremblay
Eine visuelle Orgie aus Licht, Zeit und Raum: Mathieu Tremblay (der bei Filmen wie The Fountain für die visuellen Effekte mitverantwortlich zeichnete) zieht einen vehement in seine (Gedanken-)Welt – bis das Herz zu rasen beginnt, die Vernunft aussetzt und die Orientierung schwindet.

 

East Man

Österreich 2008, 10 min, Sprache: ohne Dialog
Regie: Christian Neubacher
Kratzer und Schnipsel, Rauschen und Knacksen: Christian Neubachers teils malerische, teils flackernde Montage von Footage-Material ist perfekt durchkomponiert. Und manchmal lassen einzelne Versatzstücke erahnen, woher die alten Kader stammen könnten.

 

Live-Performance: LANDED TAKES & SOUND TIMES

Out of competition: Filmperformance von Andreas Gogol (Musik) und Telemach Wiesinger (Film)
Mit seinen Experimentalfilmwerken ist Telemach Wiesinger mittlerweile auf der ganzen Welt vertreten, seine unverkennbaren Filmgedichte werden bei zahlreichen Festivals gezeigt und prämiert. Zusammen mit verschiedenen Musikern erstellt er immer wieder neue Konzepte der Liveperformance, des Zusammenspiels von Bild und Ton. Seine und Andreas Gogols Filmperformance LANDED TAKES & SOUND TIMES verspricht dieses Jahr in der Experimentalnacht einen sinnlich experimentellen Zugang. Andreas Gogol, der auch als experimenteller Filmemacher tätig ist sowie in verschiedensten Arten von musikalischen Kooperationen, aber auch als Solo-Künstler zu sehen ist, übernimmt hierbei die Vertonung der Momentaufnahmen einer Reise. Wiesingers jüngster Film PASSAGE ist außerdem beim Programm Wer Meer sehen will zu sehen. Außerhalb seines Filmschaffens sind Wiesingers Fotografien, insbesondere die „Portrait“-Reihe, in vielen Galerien zu sehen.
Wegen seiner Tätigkeit als Fotograf viel unterwegs, beschloss Telemach Wiesinger eine kleine 16mm-Filmrolle auf jede seiner Reisen mitzunehmen. In jedem Land wählte er sorgfältig einen Ort und seine Mitwirkenden (um nicht zu sagen Performer!) aus und fing jeweils eine Szene von 2 Minuten 45 Sekunden ein. Andreas Gogol schloss sich Telemach Wiesinger an und gemeinsam stellen sie ihre eigene Reise auf Grundlage der gesammelten Episoden zusammen und kombinieren sie in einem neuen imaginären Raum. LANDED TAKES & SOUND TIMES dokumentiert weniger die einzelne Reise, eine bestimmte Stadt oder ein bestimmtes Land, sondern schafft den Eindruck eines Reisejournals und gestattet einen Einblick durch die Augen des Reisenden. Während der Filmprojektion komponiert Andreas Gogol live auf seinen Instrumenten. Er interagiert mit dem Film und macht die volle kinematische Vision des Künstlers sichtbar. Jede Performance schafft eine völlig neue Erfahrung.

 

PAUSE

Ejected

Österreich 2008, 3 min, Sprache: ohne Dialog
Regie: Adele Raczkövi
Schlürfen, spucken, niesen: In Adele Raczkövis charmanter Footage-Arbeit absolvieren Turmspringer waghalsige Manöver, wird ein Schwimmwettbewerb plötzlich zum Überlebenskampf. Eine höhere Macht scheint im Spiel – und die Assoziation zu Jonas und dem Wal schwebt im Raum.

 

Work Rest and Play

UK 2007, 14 min, Sprache: englisch
Regie: People Like Us (Vicki Bennett)
Ein Triptychon aus Arbeit, Ruhe und Freizeit: Die Künstlerin Vicki Bennett, seit fast 20 Jahren unter dem Namen People Like Us aktiv, taucht in die Populärkultur ein und wirft mit Industrie- und Doku-Filmmaterial der Jahre 1940–75 einen amüsiert-kritischen Blick auf das Leben.

 

four by

Portugal 2008, 5 min, Sprache: kein Dialog
Regie, Drehbuch, Produktion, Kamera, Schnitt, Musik: Lukas Marxt
Sechs Sekunden eines 70er-Jahre-Super-8-Films im Loop, nur das Format und damit die Bildwahrnehmung ändern sich: Lukas Marxt lässt einen kleinen Buben mit Pfeil und Bogen auf seine Vergangenheit zurückblicken. Die Zeit geht vorbei, die Erinnerung bleibt.

 

Alone

Spanien 2008, 3 min, Sprache: englisch
Regie, Drehbuch, Produktion, Schnitt: Gerard Freixes Ribera | Schauspiel (Footage): Clayton Moore
Surreales Subtraktionskino: Gerard Freixes Ribera konzentriert sich in seiner Material-Bearbeitung auf Männlichkeit und Individualismus im klassischen Hollywoodkino – und lässt den sattsam bekannten Heros des „lonesome cowboy“ wie beiläufig vom Pferd fallen.

 

...niland1

Spanien 2009, 13 min, Sprache: kein Dialog
Regie, Drehbuch, Produktion, Kamera, Schnitt, Schauspiel: Gruppefisch (Marius Leneweit, Rocío Rodríguez)
Eintauchen, nach Luft schnappen, kopfüber unter Wasser – oder kopfunter über Wasser? Eine klaustrophobisch beklemmende, angsteinflößend ästhetische Performance der Gruppefisch – auf der filmischen Suche nach Grenzen und deren Überschreitung. Am besten Atem anhalten.

 

 

TIPP: Am 18.5. gibt es im Anschluss an das Programm im Top Kino ein Midnight Special bei freiem Eintritt: Wer Meer sehen will; und bei der Programmwiederholung am 19.5. kann man im Anschluss an die Vorführung bei freiem Eintritt gleich im Schikaneder zur Festival Nightline bleiben.