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VIS Vienna Independent Shorts

das 5. internationale Kurzfilmfestival in Wien
16.-23. Mai

Panorama 1

Termin: Fr 15.5.2009, 19:15
Ort: Top Kino [Info]

Tickets: EUR 7,- (Normalpreis), EUR 6,- (Studierende)
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Mit Haut und Haar stürzen wir uns in die zehn Filme dieses Programms, das mit verschlungenen Tunneln aus brennenden Palästen führt und dessen versuchte Ausbrüche entweder am Bildrand oder am Strommast enden. Eine tour-de-force durch die österreichische Kurzfilmproduktion des vergangenen Jahres.

Gesamtlänge: 90 min

 

Mit Haut und Haar

Österreich 2008, 3 min, Sprache: kein Dialog
Regie: Manfred Rainer
Ganz nah gleitet die Kamera über eine Körperoberfläche, an Poren und Bartstoppeln entlang, durch Hautfalten und Brusthaare. Und wenn sich immer wieder Muster bilden, erzeugt Manfred Rainer damit nicht nur Amüsement, sondern auch ein leichtes Unbehagen.

 

Hormonic – Harmonic

Österreich 2008, 7 min, Sprache: kein Dialog
Regie, Drehbuch, Schnitt: Ivan Petkov
Eine klassische Zeichentrick-Arbeit über eine Frau und einen Mann, die die eigene „Gemachtheit“ immer wieder vor Augen führt. Der Diplomfilm von Ivan Petkov übt ein Ausbrechen aus der konventionellen Form – auf inhaltlicher und formaler Ebene.

 

Burning Palace

Österreich 2009, 32 min, Sprache: englisch
Regie, Produktion, Schnitt: Mara Mattuschka | Drehbuch: Chris Haring, Mara Mattuschka | Kamera: Sepp Nermuth | Musik: Andreas Berger/Glim | Schauspiel: Stephanie Cumming, Katharina Meves, Anna Maria Nowak, Luke Baio, Alexander Gottfarb
Der Körper als Palast im Dauerbrand: Mara Mattuschkas vierte Zusammenarbeit mit dem Choreografen Chris Haring erinnert manchmal an David Lynch, bleibt dabei die meiste Zeit ein diffuses Trugspiel. Eine Tanz-Performance im Hotel als höchst filmisches Spektakel.

 

Ramus

Österreich 2008, 4 min, Sprache: kein Dialog
Regie, Kamera: Jascha Novak | Produktion: Nefas Medienkollektiv | Schnitt: Jascha Novak, Karoline Pfeiffer
Ein Blick durch einen weißen verschlungenen Tunnel, ein Labyrinth aus Licht und Schatten. Doch der Schein trügt, der Raum existiert nicht – und die Mehrfach-Belichtungen und Splitscreens, die in der Kamera von Jascha Novak entstanden sind, entpuppen sich als reine Illusion.

 

...was bleibt (...what remains)

Österreich 2008, 10 min, Sprache: deutsch
Regie, Drehbuch, Schnitt: Caroline Bobek | Produktion: Filmakademie Wien, ART.Welten | Kamera: Stefanie Franz | Mitwirkende: Sophie Hirsch, Christa Tesar, Otto Weber, Ilonka Horwath
Mehrere Personen erzählen von ihren alten Wohnungen, von Erinnerungen, von speziellen Situationen. Der Off-Text wird von Caroline Bobek auf der Bildebene mit bedächtigen Einstellungen in leeren Räumen kombiniert, woraus schließlich Platz für neue Geschichten entsteht.

 

Foul

Österreich 2008, 6 min, Sprache: kein Dialog
Regie, Drehbuch, Produktion, Kamera, Schnitt, Musik: Hubert Sielecki
Ein Spiel mit der kollektiven Erinnerung und der individuellen Wahrnehmung: Hubert Sielecki blickt als bekennender Fußballbanause mit Begeisterung zurück auf das EM-Finale zwischen Deutschland und Spanien. Und die entscheidenden Szenen eines „Naturschauspiels“.

 

Also Typen gibts da...

Österreich/Deutschland 2008, 9 min, Sprache: deutsch, Untertitel: englisch
Regie, Drehbuch, Produktion, Kamera, Schnitt: Christoph Freidhöfer | Schauspiel: Ines Rössl
Eine Fake-Doku, die als solche nicht sofort erkennbar ist: Christoph Freidhöfer filmt eine Bus-Einweiserin beim Parkplatz von Schloss Schönbrunn bei der Arbeit und lässt sie von ihren Erlebnissen und Träumen berichten. Und erst langsam versteht man, was hier „gar nicht so einfach“ ist...

 

The Mainframe

Österreich 2007, 5 min, Sprache: englisch
Regie, Drehbuch, Produktion, Kamera, Schnitt: Dieter Edler, Daniel Hermes | Schauspiel: Emanuel Schreiner, Elisabeth Kirchmair
Ausbruch aus dem gespiegelten Splitscreen in die Medienhistorie: Was in Dieter Edlers und Daniel Hermes‘ aus rund 4.000 Bildern bestehendem Stop-Motion-Film wie eine Lovestory anfängt, endet in einer digitalen Odyssee aus Fernsehbildern und Medienmetaphern.

 

Bruder & Schwester (Brother & Sister)

Österreich 2008, 8 min, Sprache: deutsch
Regie, Drehbuch, Produktion, Kamera, Schnitt, Musik: Simon Spitzer | Schauspiel: Katharina Krikellis, Lucas Spitzer, Doris Hindinger
Ein heftiger Streit der Eltern und die frühe Erkenntnis, dass die Kindheit zu Ende geht: Bei Simon Spitzer suchen die Geschwister Zuflucht in weiten Feldern, klettern auf Strommasten, versuchen sich abzulenken. Eine gefühlvolle Momentaufnahme in Schwarz-Weiß.

 

Walrus

Österreich 2008, 6 min, Sprache: deutsch
Regie, Drehbuch, Produktion, Schnitt: Christoph Rainer | Kamera: Lukas Gnaiger | Schauspiel: Andreas Luttenberger, Manfred Sarkoezi, Reinhard Kräuter, Philipp Stix
Auf einem Anrufbeantworter wird gestritten. Es wird hin und her telefoniert und dabei weiter gestritten. Währenddessen bricht in einem Lokal eine Prügelei raus. Christoph Rainer hinterlässt mit seiner Ton-Bild-Schere einen tiefen Schnitt in der vermeintlich heiteren Nacht.