header-foto
header-sky

VIS Vienna Independent Shorts

das 5. internationale Kurzfilmfestival in Wien
16.-23. Mai

Freiheitsdrang - Internationaler Wettbewerb

Termin: Freitag, 18. Mai 2007, 21:00 [Tagesüberblick Freitag]
Ort: Top Kino, Rahlgasse 1, 1060 Wien

 

Filmprogramm

Freiheit – ein großes Wort, aufgeladen mit zahlreichen Be-Deutungen, gerne politisch instrumentalisiert, stets umkämpft für die Allgemeinheit, und doch merkt man die Einschränkung vor allem im kleinen, persönlichen Bereich. Acht internationale Filme über die Suche nach Freiräumen in engen Umgebungen und die Emanzipation von inneren und äußeren Zwängen. Dauer: 58 + 50 min

Drake

A 2006, 5 min, ohne Dialog
Regie: Christoph Rainer | Drehbuch: Christoph Rainer | Kamera: Evelyn Eberhardt |
mit: Tom Hanselmaier, Elke Hagen, Benedikt Bittner
 

Das Bild einer Familienidylle, das unter zirpenden Grillen und einem feuerroten Himmel innerhalb weniger Minuten, ohne Schnitt und ohne Dialog, komplett zerstört wird. Christoph Rainers bedingungsloser Formwillen brachte ihm den Bundesland-Sieg beim ORF-Wettbewerb shorts on screen und die Fipa d’Or in Biarritz ein. Wien-Premiere

 

Motion Report (Hi8 Raport)

CS 2005, 17 min, serbisch OmeU
Regie: Verica Patrnogic | Drehbuch: Verica Patrnogic | Kamera: Vladan Jankovic, Verica Patrnogic | Musik: Jovana Backovic, performed by Radna grupa Ltd. | mit: Tamara Krcunovic, Sonja Savic, Dusan Janicijevic 

Der Versuch einer Anti-Reportage, einer subjektiven Zustandsbeschreibung ohne fixen Zustand: Das Universum dehnt sich aus und fällt in sich zusammen, die Zeit läuft rückwärts, vielleicht aber auch nicht. Serbien in den Jahren 1991 bis 2001 steht für die Regisseurin Verica Patrnogic auf jeden Fall außerhalb des Zeitkontinuums – was nicht heißt, dass man sich daraus nicht befreien könnte. Österreich-Premiere

 

Mammal

D 2007, 7 min, ohne Dialog
Regie: Astrid Rieger | Drehbuch: Astrid Rieger | Kamera: Mark Liedtke | mit: Achim Schauffele, Michaela Tschubenko, Astrid Rieger 

Die Geschichte von Realität und Fantasie, Innen und Außen, Liebe und Freiheit, einer Mutter und ihrem Sohn. Perspektiven werden verzerrt, Maßstäbe aufgelöst. Eine bunte Metapher über das Erwachsenwerden. Die deutsche Regisseurin Astrid Rieger steht nicht nur stellvertretend für eine starke Generation von Filmschaffenden an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung, sie ist mit Apple on A Tree auch noch mit einem zweiten Film im Wettbewerb vertreten. Österreich-Premiere

 

200 Quadratmeter Deutschland

D 2005, 10 min, dt. OF
Regie: Clemente Fernandez-Gil | Drehbuch: Clemente Fernandez-Gil | Kamera: Sara Hornäk, Clemente Fernandez-Gil | Musik: Thomas Wansing 

Zwei Menschen, ein Haus: Mehr gerät in diesem Dokumentarfilm nicht ins Blickfeld der Kamera. Diese scheinbare Reduktion erlaubt ein genaues Hinsehen und Hinhören genauso wie ein persönliches Erschließen neuer Räume jenseits des Gezeigten, einem Gastarbeiterehepaar in einer Villa in Deutschland. Österreich-Premiere

 

Beckenrand

CH/D 2006, 19 min, schweizerdt. OmdtU
Regie: Michael Koch | Drehbuch: Michael Koch | Kamera: Benedikt Ritter | Musik: Frank Böhle, Johann Laeschke | mit: Hansjürg Müller, Luca Zindel, Lea Baur, Lorenz Adler, Claudio Gallasch u.a.

Es ist Hochsommer, Alt und Jung räkeln sich im Freibad. Ein Bademeister schließt Freundschaft mit einer Gruppe Jugendlicher – doch was mit harmloser Sympathie und Interesse beginnt, läuft bald in eine ganz andere Richtung. Ein Film über das „Nicht-Reden-Können“ und dessen Folgen. In Kooperation mit dem Kufsteiner Kurzfilm-Wettbewerb Prädikat:wertvoll.
Nominierung für den Schweizer Filmpreis 2007 / Festival du Film Court Lille (F) / 16.03.2007: Prix Spécial du Jury / Lobende Erwähnung, Kurzfilmtage Winterthur 2006 / eingeladen nach Clermont-Ferrand und nach Locarno, dort nominiert für den „leopard of honour“

 

 

PAUSE

 

 

Quelque chose en O (Something with O)

B/F 2006, 13 min, franz. OmeU
Regie: Marc Schaus | Drehbuch: Marc Schaus | Kamera: Alain Marcoen | Musik: Nicholas Yates | mit: Fabrice Rodriguez, Sophie Descamps

Eine Familie im Auto: Während der Fahrt bemerkt der Vater, dass ihm der Name seiner Tochter nicht mehr einfällt. Seine Frau getraut er sich nicht zu fragen, und die Tochter wächst im Auto schnell zu einer jungen Frau heran. Was sich vordergründig vor allem lustig anhört, ist im Film in eine subtile Metaphorik rund um die Beziehung zwischen Vätern und Töchtern verpackt. Sehr schön. Österreich-Premiere. 55.Mannheim-Heidelberg Filmfestival – Preis für besten Kurzfilm

 

o.T.

D 2006, 12 min, dt. OF
Regie: Anna Berger | Kamera: Nina Werth, Mark Liedtke, Anna Berger | mit: Daniel Kohl, Tai Elshorst, Bertram Ritter, Isabella Fein, Tanja Kämper 

Förderpreis in Oberhausen, Kurzfilmpreis in Hamburg, und einmal mehr ein Film aus der Talentschmiede HfG Offenbach: Anna Berger erzählt in ihrem Essayfilm o.T. vom Tod der eigenen Mutter und ihren Versuchen, ihrem Schmerz darüber mit Therapien beizukommen. Begleitet werden ihre teils beklemmenden, oft aber auch skurrilen Erzählungen von typischen Alltagsbildern, die sich unter dem Blick einer Trauernden zumeist bizarr verzerren.

 

Airness

D 2006, 25 min, dt. OF
Regie: Daniel Kula | Drehbuch: Daniel Kula | Kamera: Daniel Kula | mit: Katharina Thomaschek, Hirobi, Tobi "Terror" T 

„I am the best airguitar player in the world“, sprach einst Joe Cocker nach seinem Konzert in Woodstock. Seitdem ist viel geschehen: Daniel Kula gestaltete eine Feel-Good-Dokumentation über die Disziplin Luftgitarrespielen, die von den Wurzeln über philosophische Diskurse bis hin zur Weltmeisterschaft nach Finnland führt. Ausgefallenes Thema, perfekte Dramaturgie - und auf jeden Fall eine große Portion Freakness.