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VIS Vienna Independent Shorts

das 5. internationale Kurzfilmfestival in Wien
16.-23. Mai

Eröffnung

Termin: Dienstag, 15. Mai 2007, 19:00 [Tagesüberblick Dienstag]
Ort: Top Kino, Rahlgasse 1, 1060 Wien

 

Filmprogramm

Die Eröffnung der vierten Ausgabe von VIS Vienna Independent Shorts spannt weite Bögen: von einem Preisträgerfilm der diesjährigen Diagonale zum heurigen Gewinner des Kurzfilm-Oscars, von Soldaten an der burgenländischen Grenze zu Soldaten in Israel, von Träumen und Hoffnungen zu Enttäuschungen und Illusionen. Dies alles verpackt in einer Genre-Bandbreite von dokumentarischen und dokumentarisch anmutenden Arbeiten über ein experimentelles Musikvideo und eine schwarze deutsche Komödie hin zum klassischen Musicalfilm. Das spiegelt nicht nur die Vielfältigkeit des Kurzfilms an sich wider, sondern vor allem auch des Festivals: Fünf hervorragende und exemplarische Arbeiten aus der Welt des Films bis 30 Minuten.

 

Bilder aus dem Tagebuch eines Wartenden
A 2006, 23 min, R: Judith Zdesar, K: Krisztina Kerekes

Präsenzdiener an der burgenländischen Grenze, nichts als Schnee, Kälte und Langeweile: Regisseurin Judith Zdesar hat die Soldaten begleitet und ihnen immer wieder selbst die Kamera in die Hand gedrückt. Herausgekommen ist eine dokumentarische Momentaufnahme: Geschichten werden erzählt, Wünsche und Träume geäußert, Impressionen eingefangen, Trostlosigkeit und Sinnlosigkeit des Einsatzes vor Augen geführt. Erhielt den Diagonale-Kurzfilmpreis der Diözese Graz-Seckau.

 

Almas congeladas (Frozen Souls)
E 2006, 14 min, R: Juana Macías, K: Guillermo Sempere, D: Antonio Dechent, Alberto Jiménez, Juan Loriente


Drei Männer im Gespräch mit Frauen – doch die Frauen werden den ganzen Film über nicht zu sehen und zu hören sein. Es sind Ausschnitte, die die Goya-Preisträgerin Juana Macias zeigt, Ausschnitte aus Gesprächen, die jede/r kennt: Es geht um Einsamkeit, Hilflosigkeit und Ängste, die die Seelen erfrieren lassen und dabei Kommunikationsprobleme im Kommunikations-Überschuss erdrücken. - Österreich-Premiere.

 

You Come
A 2007, 4 min, R, K: Oliver Stotz, Musik: Pendler

„You come to me, you are so beautiful“, singen Pendler, eindringlich, immer wieder, unterlegt mit wabernden Soundscapes. Oliver Stotz, selbst Teil der Formation, hat die Musik in Bilder umgesetzt: Drei Filmszenen starten immer wieder neu, aber stets um einen Frame versetzt. Die Verdichtung des emotionalen Moments wirkt beinahe körperlich auf den Zuschauer – ein Musikvideo als exzeptioneller Experimentalfilm.

 

Wigald
D 2006, 11 min, R: Timon Modersohn, K: Sebastian Lempe, D: Tom Schilling, Manfred Zapatka, Marijam Agischewa, Dietrich Hollinderbäumer


„I feel like a blind man with a colour TV...” So singt Sven Regener zu Beginn des Films, und so fühlt sich auch Wigald, Sohn aus gutem Hause, dem das Leben einfach nichts gibt. Aber noch während des ersten Suizid-Versuchs stolpert plötzlich der Vater in die Wohnung, verlassen von seiner Frau und offenbar noch viel, viel schwerer getroffen als der Sohnemann. Schwarzer Humor von der Berliner Filmschule dffb mit einem feinen Ensemble rund um Edelmime Manfred Zapatka. - Österreich-Premiere.

 

West Bank Story
USA 2005, 21 min, R: Ari Sandel, K: Gavin Kelly, D: Ben Newmark, Noureen DeWulf, A.J. Tannen, Joey Naber, Assaf Cohen u.a.

Der Oscar-Preisträger 2007: Die flotte Musical-Komödie West Bank Story überträgt den Nahost-Konflikt spielerisch in den Plot der West Side Story. Zwei verfeindete Fast-Food-Ketten, eine jüdisch, eine arabisch, müssen dabei mit der Liebe des israelischen Soldaten David und der palästinensischen Kassiererin Fatima fertig werden. In Kooperation mit der Jüdischen Filmwoche.

 

SIEHE AUCH: Eröffnung 2004 | Eröffnung 2005 | Eröffnung 2006