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VIS Vienna Independent Shorts

das 5. internationale Kurzfilmfestival in Wien
16.-23. Mai

Experimentalfilme

Termin: 26.5.2006, 20:00
Ort: Top Kino


Filmstill: Wet Table

Die Vielfalt des Genres „Experimentalfilm“ vor Augen geführt: Auslotungen visueller und technischer Möglichkeiten, expressive Bild-Existenzen und ausgefeilte Konzepte. Neue Sichtweisen werden möglich und die Zuschauer aus der passiven Konsumenten-Haltung gerissen. (88 min)

EIN STEIN ROLLT
Österreich 2006, 7 min, R: Hubert Sielecki
Durch ständige Wiederholung und Erweiterung des Bild- und Textflusses wird das (De-)Konstrukt Sprache aufgerollt. Eine visuelle und sprachliche Moebius-Schleife. Hubert Sielecki ist Leiter des Studios für experimentellen Animationsfilm an der
Wiener Universität für angewandte Kunst.

GET A COMET
Österreich 2005, 8 min, R,K: Mariella Greil, Werner Moebius
Eine experimentelle Komposition aus Sound, Licht, Metall und Bewegung. Audiovisuelle Arbeit mit hypnotischem Effekt.

BOOM BOOM BOOGIE
Deutschland 2005, 4 min, R: Andy Leuenberger
Die Wirkung von Gewalt wird nicht bloß auf der Leinwand, sondern am Zuschauer selbst vorgeführt. Ein Bombardement.

THE SLIPPERY MOUNTAIN

Russia 2006, 8 min, R: Sergey Provorov, Galina Myznikova K: Sergey Gadeyev
Hier rollt nicht der Stein – hier rollt Sisyphos selbst. Abgeschossene Körper landen immer wieder im Schlamm, raffen sich auf und versuchen erneut den vergeblichen Aufstieg.  Sinnlosigkeit, vor Augen geführt vom international beachteten, russischen KünstlerInnen-Duo PROVMYZA.

FALSCHRUM
Deutschland 2006, 9 min, R,D,K: Hansjörg Palm
Auf der Tonebene plappert und schreit ein zunächst 3-, dann 2-, dann 1-jähriges Kind, das auf der Bildebene von einem erwachsenen Mann gänzlich unpeinlich „synchronisiert“ wird. Urkomisch und gleichzeitig ausdrucksstark.

MY MOTHER ALWAYS ASKS ME WHY I MAKE BRUTAL FILMS, I TELL HER I DON’T KNOW
Österreich 2005, 5 min, R: Barnabas Wilhelm
“Der Film hat die Jury durch die Auseinandersetzung mit Folter mittels deren kommentarloser Abbildung irritiert. [...] Der Regisseur macht offenbar aus seiner Ratlosigkeit kein Hehl.“ (aus der Lobenden Erwähnung, Shorts on Screen 2006)

THE BONEDANCER
Lettland 2002, 5 min, R: Gints Apsits
Surrealistische Animation. Kopulationen abgetrennter Körperteile. Ironischer Detailreichtum des lettischen Regisseurs Gints Apsits.

DISSOLVE
Deutschland 2005, 5 min, R: Alan Cicmak
Ein Ende ohne Film: The message is the medium.

MOVING LANDSCAPES 05 / 07 / 06.1
Österreich 2005, 5 min, R,(K): Verena Resch K: Robert Mathy
Schwindel erregende (un)mögliche Perspektiven. Man versetze sich in einen hochgeworfenen Ball oder eine Waschmaschine auf einem Golfplatz.

WET TABLE
Russia 2005, 1 min, R: Sergey Provorov, Galina Myznikova K: Vsevolod Skuchayev
Wasser auf den Tisch: Hyper-dramatisierte Schwarz-Weiß-Ästhetik mit gelber Lampe.

ESCALATOR
Österreich 2006, 3 min, R: Björn Kämmerer
In wenigen, ständig wiederholten Einstellungen von schwarz-weißem Found-Footage-Material geht ein Junge unaufhörlich eine Treppe auf und ab. Die Stiege wird zur Rolltreppe, der Raum eskaliert in die Unendlichkeit. Im Programm von Crossing Europe 2006.

FÜR HANS
Österreich 2005, 4 min, R: Wolfgang Plaschg
„Kleine Ausschnitte aus der Kronen Zeitung, ausgedruckt auf Overhead-Folie, bilden die Kader, die der Projektor auf die Leinwand vergrößert. Ein Kommentar dazu, wie die auflagenstärkste Zeitung des Landes Bilder formt und Leseweisen verfestigt. Ein Versuch der Gegen-Rezeption.“ (Wolfgang Plaschg) Im Programm der Diagonale 2006.

SKREEEEETCH!
Deutschland 2005, 2 min, R,K: Marte Kiessling
Ring-ring, bumm-bumm, Telefone, Rhythmus. Erfrischend laute Bild-Sound-Collage von Marte Kiessling. Lief im Programm des Frauenfilmfests in Linz.

HUELLAS (ABDRÜCKE)
Spanien 2006, 1 min, R,K: Johanna Reich
Die Poesie der Farbe. Bunte Spuren auf schwarz-weißem Körper und Veränderungen bekannter Regionen.

STEHN ZWEI KERZEN IN DER WÜSTE

Österreich 2005, 2 min, R,K: Iris Blauensteiner
„Wolfgang – was ist denn das für ein Name?!“ Mit überlagerten Bildebenen und absurdem Dialog liefert Iris Blauensteiner ihren Beitrag zum Mozartjahr.

UNTITLED_IN_CASE_NO_1
Österreich 2006, 3 min, R,K: Markus Oberndorfer, D: Kryot, Busk, Kers
Ein aus Fotos und Grafik bestehender Film, der Anleihen bei der visuellen Dynamik von Ego-Shootern nimmt. Eine subjektive Raum-Eroberung.

KYRIE ELEISON
Niederlande 2005, 4 min, R, K: Mendel Hardeman, D: Brice Soniano, Rianne Berendsen
Zwei Renaissance-Engel vereinigen sich allmählich auf seltsame Art, während auf der Tonebene ein Priester um Vergebung für die Sünden der Welt bittet. Entstanden durch das Einscannen rotierender Objekte.

DEFRAGGED
Österreich 2005, 11 min, R,K: Margit Nobi
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Ein mit einem Computerspiel-Programm erstellter Animationsfilm ohne interaktive Komponente - ein Machinima. Szenen aus „Quake 3“ verlagern sich vom Spiel zum Film, in dem es um den Bewusstwerdungsprozess einer virtuellen Spielfigur im intermedialen Raum geht. Im Programm der Diagonale 2006.